Mazgin Nerway

Es gibt Sätze, die man jahrelang mit sich trägt. Nicht weil man sie vergessen hat. Sondern weil man noch nicht bereit war, sie zu schreiben. Und dann kommt ein Abend, ein Geruch und man schreibt sie. Und sitzt da. Und weiß, dass man sie nicht mehr zurücknehmen kann. Das sind dann meistens die richtigen.
Ich bin Mazgin. Ein Name, der in manchen Mündern stolpert und in anderen einfach sitzt. Ein Name zwischen Sprachen, wie ich selbst. Ich schreibe auf Deutsch, träume auf Deutsch und trage trotzdem Dinge in mir, für die das Deutsche noch kein Wort hat. Diesen Zwischenraum kenne ich gut. Ich lebe darin. Und ich schreibe aus ihm heraus.
Nicht um zu erklären. Nicht um anzukommen. Sondern weil das Schreiben herausfindet, was ich denke, nicht umgekehrt.
Hier entstehen Texte über Momente, die klein aussehen und es nicht sind. Über das, was zwischen den Sprachen liegt, zwischen den Identitäten, zwischen dem, was man ist, und dem, was andere daraus machen wollen. Über das Trotzdem.
Wenn du auch weißt, wie sich das anfühlt, dann bist du hier richtig.
Kein Fazit. Kein Archiv. Nur das Denken, das irgendwo anfangen muss.
